Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus
"Verbrechen unvergleichbar und unausgleichbar"
Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau durch die Soldaten der Roten Armee befreit. Aus diesem Anlass fand am Mittwoch, dem 27. Januar 2010, um 16 Uhr am Gedenkstein für die Opfer des Faschismus im Weißenfelser Stadtpark eine Gedenkfeier mit Kranzniederlegung statt. Der Oberbürgermeister der Stadt Weißenfels, Robby Risch, gedachte in seiner Rede nicht nur der 1,5 Millionen Toten des Konzentrationslager Auschwitz, sondern auch aller anderen Opfer des Nationalsozialistischen Regimes.
Staatsekretär Rüdiger Erben betonte in seiner Ansprache, dass die Verbrechen unvergleichbar und unausgleichbar seien. Weiterhin dankte er allen Engagierten, die sich dafür einsetzen, dass die Holocaust-Opfer nicht vergessen werden: "Für diese Gräueltaten kann es weder Verleugnung noch Verständnis geben".
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Theresa Kühn und Stephan Peukert vom "Bündnis gegen Rechts" mahnten, dass Erinnern auch Handeln heiße. Die Vertreterin des Simon-Rau-Zentrums, Uta Bernecker, verdeutlichte das Leid der Juden in Weißenfels in der Zeit von 1933 bis 1945 an Hand der Geschichte der Familie Weiß aus einer Fernsehserie: "Ihnen wurde Heimat, Familie, Besitz, Würde und Leben genommen."
Nach der Kranzniederlegung rief der Oberbürgermeister zu einer Gedenkminute auf.
Ungefähr 25 Teilnehmer erlebten eine würdevolle Gedenkfeier.
(1)Uta Bernecker spricht über die Geschichte der Familie Weiß.
Foto: Stadt Weißenfels, Anke Lindner