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Gebäude und Plätze
Ein Stadtrundgang durch die historische Altstadt von Weißenfels
"An der Saale hellem Strande stehen Burgen stolz und kühn...". Dieses wohl bekannteste Lied über die Region an der Saale schrieb Franz Kugler 1826 auf der Rudelsburg bei Bad Kösen. Auch in Weißenfels stand einst auf weißem Felsen eine Burg, die der Stadt ihren Namen gab. Im Süden Sachsen-Anhalts, am mittleren Lauf der Saale gelegen, lädt unsere Stadt Gäste aus nah und fern ein, ein Stück deutscher Kulturgeschichte hautnah zu erleben. Eine kleine Auswahl unserer interessantesten Sehenswürdigkeiten soll dazu beitragen, Sie neugierig zu machen und zu einem Besuch unserer Stadt anzuregen.
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Schloss Neu-Augustusburg mit Schlosskirche (Zeitzer Straße 4)
Schloss Neu-Augustusburg wurde von den Baumeistern J. M. Richter, Vater und Sohn, anstelle der im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Burg, in der Zeit von 1660-1694, als Residenz der Herzöge von Sachsen-Weißenfels erbaut.
Es ist eine der größten frühbarocken Schlossanlagen in Mitteldeutschland.
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Die im Original erhaltene Schlosskirche zählt zu den schönsten frühbarocken Kirchen Mitteleuropas.
Unter dem Altarraum befindet sich die Gruft der Weißenfelser Herzogsfamilie mit 38 Sarkophagen.
Von der Schlossterrasse hat man einen weiten Ausblick über die Stadt und das Saaletal und kann über eine Freitreppe zum Geleitshaus hinabsteigen.
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Geleitshaus (Große Burgstraße 22) - Gustav-Adolf-Gedenkstätte
Das Geleitshaus, ein Renaissancebau mit einem übereck gestellten und reich geschmückten Erker wurde 1552 fertig gestellt und war das erste Weißenfelser Bürgerhaus, das ganz aus Stein gebaut wurde. Den Renaissancebau schmückt ein prächtiges Sitzportal.
1555 wurde es zum Geleitsamt der Stadt bestimmt, wo Kaufleute militärischen Schutz für ihre Überlandreisen so genannte "Geleite" erwerben konnten.
Nach der größten und verlustreichsten Schlacht des Dreißigjährigen Krieges (6.11.1632) wurde der gefallene König Gustav II. Adolf von Schweden in diesem Haus obduziert und einbalsamiert und anschließend nach Schweden überführt.
Heute befindet sich im Geleitshaus ein Gustav-Adolf-Museum. Ein Diorama der Lützener Schlacht mit ca. 10.000 Zinnfiguren bildet das Kernstück dieser Ausstellung.
Vom Geleitshaus sind es nur wenige Schritte zu einem weiteren prächtigen Gebäude aus der Renaissance, dem
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Heinrich-Schütz-Haus (Nikolaistraße 13) - Musikergedenkstätte
Heinrich Schütz (1585-1672) war der erste deutsche Komponist von Weltgeltung. Er hatte seine Kindheit in Weißenfels verbracht, war 40 Jahre Hofkapellmeister in Dresden und nahm in Weißenfels seinen Alterssitz.
Das "Heinrich Schütz-Haus, ein prächtiger Renaissancebau, ist das einzige original erhaltene Wohnhaus des Komponisten und erinnert seit 1985 als Musikergedenkstätte an Leben und Werk des "Vaters der deutschen Musik".
Ca. 500 Meter vom Heinrich-Schütz-Haus entfernt, befindet sich das ...
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Novalishaus (Klosterstraße 24)
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In diesem Haus, einem Barockgebäude aus der Zeit nach 1680, lebte Friedrich von Hardenberg mit seiner Familie seit seinem 13. Lebensjahr. Hier wuchs er zum jungen Mann heran, empfing seine Freunde und schrieb seine Gedanken unter dem Namen Novalis ("der Neuland Bestellende") nieder.
Heute beherbergt das Haus, in dem Novalis 28jährig als der bedeutendste Dichter der deutschen Frühromantik starb, eine Gedenkstätte. Sehenswert sind außerdem der Garten mit seinem restaurierten Pavillon, der neben Lesungen auch für Trauungen genutzt wird.
Dem Novalishaus gegenüber befindet sich eines der ältesten Gebäude der Stadt ...
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ehemaliges Kloster (Am Kloster)
1301 erfolgte der Bau und die Weihe auf den Namen der Heiligen Clara. Nach Einführung der Reformation entstand ab 1540 aus dem Kloster ein Frauenstift. Der erste Herzog von Sachsen-Weißenfels, Augustus, gründete 1664 hier das "Gymnasium illustre Augusteum", eine Art Hochschule, und verpflichtete hervorragende Lehrkräfte, wie Christian Weise, Johannes Riemer und Christoph Cellarius.
Die erhaltene Bausubstanz des Klosters stammt weitgehend aus dem 15. Jahrhundert. Dagegen wurde das Portal des Haupteinganges erst in diesem Jahrhundert aus der Jüdenstraße umgesetzt.
Einer der ganz Großen der Deutschen Musikgeschichte, Johann Sebastian Bach, steht ebenfalls in Verbindung mit einem Gebäude der Stadt, dem ...
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Jägerhof (Nikolaistraße 51)
Das Haus wurde bereits um 1500 als Viehhof des ehemaligen Klosters erbaut. Es gelangte später in herzoglichen Besitz und diente als Jägerhaus des Herzogs Christian.
1713 wurde anlässlich des Geburtstages des Herzogs, J. S. Bachs "Jagdkantate" in Anwesenheit des Komponisten uraufgeführt. Später diente es als Taubstummenanstalt und Wohnhaus des Pädagogen Dr. W. Harnisch.
Heute lädt das altehrwürdige Gebäude als "Hotel Jägerhof" Gäste aus aller Welt zum Verweilen in der Stadt Weißenfels ein.
Von hier aus zurück in Richtung Markt gelangt man zu den schönsten Häusern des alten Weißenfels ...
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Kavaliershäuser ( Marienstraße 2, 4, 6, 8 )
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Ab 1720 gebaut, bestechen sie durch ihre architektonisch wertvollen Barockfassaden. Mit ihrem Figuren- und Ornamentenreichtum weisen sie schon auf das beginnende Rokoko hin.
In Sichtweite ziehen zwei wunderschöne Portale aus der Renaissance die Blicke auf sich.
Das Portal des Gebäudes Marienstraße 1a mit seiner lateinischen Inschrift ziert den Eingang der einstigen Knabenschule von Weißenfels. Das gleich daneben befindliche Portal gehört zur Superintendentur Kirchgasse 3. Dieses Haus beherbergte bis 1838 die Bürgerschule von Weißenfels.
Zu den historischen Schätzen der Stadt Weißenfels gehören ebenfalls die dringend einer Sanierung bedürftigen ...
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Bürgerhäuser aus dem 17. Jahrhundert (Markt 2, 3, 5 und 6)
Der Markt 6 bestimmt mit seiner Fassade und dem hohen Dach die Südseite des Marktes. Das ehemalige Hotel „Sächsischer Hof“ ist ein dreigeschossiger Bruchstein-Putzbau mit prächtiger Schaufassade und asymmetrisch angeordnetem Hoftor. Die Fassade stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, Kernbereiche des Gebäudes hingegen sind im 16.Jahundert errichtet worden.
Die Dichterin Louise von Francois verbrachte in diesem Gebäude ihre Kindheit. und ließ hier ihren Roman "Die letzte Reckenburgerin" spielen. Daran erinnerte lange im Hof die Plastik eines "Mops mit der Zipfelmütze".
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Das Rathaus (Markt 1)
begrenzt den Westrand des eindrucksvollen Weißenfelser Marktplatzes.
Es handelt sich hierbei um einen schlichten zweigeschossigen Barockbau mit Mansardenwalmdach von 1670. Nach einem Stadtbrand wurde es 1718/22 durch Baumeister Christoph Schütz im Barockstil wieder aufgebaut. Dabei wurden die noch erhalten gebliebenen Teile des Vorgängerbaus, wie z. B. die Rundbogenportale im Erdgeschoss, in den Neubau mit einbezogen. Auf dem Balkon befinden sich die beiden Sandsteinplastiken Justitia und Minerva. Eine Besonderheit befindet sich außerdem im oberen Turmbereich: Eine zweifarbige Kugel zeigt als Monduhr die Mondphasen an.
Unmittelbar neben dem Rathaus zeigt die ...
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Marienkirche (Kirchgasse)
Die schönsten Seiten der Gotik
1303 geweiht, aber nach Bränden mehrmals erneuert, ist sie eine spätgotische dreischiffige Hallenkirche. Der reich geschmückte Chor entstand ab 1429, das Langhaus ab 1465 durch den Baumeister Johann Reinhard. Die Sonnenuhr am Südpfeiler stammt aus dem Jahre 1446 und gilt als älteste deutsche Sonnenuhr. Der Turmaufbau wurde nach einem Stadtbrand 1718 im Barockstil ergänzt.
Die Orgel baute 1862 der Weißenfelser Orgelbaumeister Friedrich Ladegast. Sie besitzt 2.772 Pfeifen. Die Statuen von Luther und Gustav II. Adolf wurden 1904/05 aufgestellt. Zweimal, heißt es, habe Luther hier gepredigt.
Im Jahr 2000 wurde im Beisein des damaligen Ministerpräsidenten die Stadtkirche St. Marien zur "Kirche des Jahres 2000" im Land Sachsen-Anhalt erklärt.
Gegenüber dem Rathaus, wenige Meter neben den Bürgerhäusern am Markt, fallen ...
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Stattliche Barockhäuser (Leipziger Straße 9, 11, 13)
... unübersehbar auf.
Das Haus Nr. 9 ist das so genannte "Fürstenhaus" mit sehr schönen Stuckaturen in der 1. Etage. Es gehört, neben dem Residenzschloss, zu den bedeutendsten Zeugnissen der Weißenfelser Herzogszeit. 1673 wurde das Gebäude errichtet und war dann vor allem Wohnsitz hoher herzoglicher Hofbeamter. Der zweieinhalbgeschossige Bau mit hohem Walmdach weist eine repräsentative Fassadengestaltung auf.
Im Haus Nr. 11, dem "Altherzoglichen Haus" nahm Napoleon 1813 Quartier. Es macht vor allem durch seine Freitreppe, den über drei Geschosse reichenden Erker und zwei toskanischen Säulen auf sich aufmerksam.
Das Haus Nr. 13 ist das ehemalige herzogliche Ballhaus. Das Gebäude erhielt seine heutige Gestalt 1699 durch Herzog Johann-Georg von Sachsen-Weißenfels der das Gebäude zum herzoglichen Ballspielhaus ausbauen ließ. Von dieser Nutzung zeugt noch heute das herzogliche Wappen im Giebel des Mittelrisalit.
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Am Louise von Francois-Haus (Promenade 25)
... soll der Stadtrundgang durch die Weißenfelser Altstadt beendet werden.
In diesem Haus wohnte Louise von Francois (1817 - 1893) vom Beginn der 1860-er Jahre bis zum Tode ihrer Eltern und hier schrieb sie ihr Hauptwerk "Die letzte Reckenburgerin". Sie ist die bedeutendste Erzählerin ihrer Zeit. Ihre Grabstätte befindet sich auf dem Friedhof III (jetziger Friedhof). Heute ist das Haus in Privatbesitz.
Um einen abschließenden Blick auf ganz Weißenfels genießen zu können, bietet es sich an, den Klemmberg zu ersteigen. Mittels aufwändig sanierter Treppenanlagen ist man schnell über den Dächern der Stadt angelangt.
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