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Feuerwache Weißenfels: Rückbau des alten Technischen Rathauses, des Schlauchturms und der Garagen

EFFRE

Im Rahmen des Neubaus der Feuerwache plant die Stadt Weißenfels die Neugestaltung der Außenanlagen auf den ehemaligen Flurstücken 89/18, 89/19, 89/20 und 89/1. In Vorbereitung dieser Maßnahme erfolgt ab Dezember 2017 der Rückbau der oberirdischen Altbausubstanz der noch bestehenden Gebäude des ehemaliges technischen Rathauses (ehemaliges Katasteramt), der angrenzenden Garagen und des Schlauchturms der alten Feuerwache, die bereits 2015 abgerissen wurde, um für den Neubau Platz zu schaffen.

Der Rückbau der Gebäude erfolgt im ersten Schritt bis zur Oberkante der Bodenplatte. Aus den bisherigen Arbeiten am Standort im Rahmen des Abbruchs der alten Feuerwache in 2015 und der Neugestaltung der Außenanlagen in 2016 sowie vorlaufender Erkundungen wurden umfangreiche Bodenkontaminationen angetroffen, die auch im zweiten Bauabschnitt investitionsbegleitend beräumt und fachgerecht entsorgt werden müssen. Es handelt sich um flächendeckend anzutreffende Auffüllungshorizonte mit Mächtigkeiten bis >2 Meter, die mit Aschen und Schlacken aus der Nutzungshistorie des Geländes als Gasanstalt der Stadt Weißenfels vermengt sind. Die Gasanstalt wurde bis 1918 betrieben. Resultierend aus dieser Nutzung wurde bereits 2015 das Ringfundament eines alten Gasometers mit einem Innendurchmesser von 12 Metern freigelegt. Das Fundament ist mit Bauschutt und Sickerwasser verfüllt. Die Inhaltsstoffe und das Gasometerfundament werden im Rahmen des Bauvorhabens beräumt und die entstehenden Baugruben mit sauberem, tragfähigem Erdstoff verfüllt.

In Vorbereitung der Errichtung der neuen PKW-Parkflächen als Bestandteil des Bauvorhabens „Neubau Feuerwache Weißenfels“ (Bauabschnitt 2 Außenanlagen) ist die Beseitigung der Bodenkontaminationen und der Rückbau der unterirdischen technischen Produktionsanlagen notwendig.

Folgende Bauleistungen sind im Bauabschnitt 2 geplant:
-Baustelleneinrichtung und Herstellen der temporären Baustelleninfrastruktur
-Durchführung von Arbeitsschutzmaßnahmen
-Entkernung der Gebäude
-Abbruch der Altbausubstanz einschließlich der Fundamente und Unterkellerungen
-Rückbau nicht benötigter alter Flächenbefestigungen
-Aushub von kontaminierten Boden, Rückbau/Beseitigung von Altfundamenten
-Freilegung des Gasometers, Aushub der Inhaltsstoffe, Absaugen der wässrigen Phase, Rückbau des Gasometers und Rückverfüllung der Baugrube
-Separierung der Abfälle, Entkernungs- und Abbruchmaterialien und Entsorgung aller Abfallchargen entsprechend des Kontaminationsgrades

Die Kosten für den zweiten Bauabschnitt belaufen sich auf etwa 317.000 Euro. Über das Fördermittelprogramm EFRE des Landes Sachsen-Anhalt werden 200.000 Euro zur Verfügung gestellt.

© Katharina Vokoun E-Mail