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Lesekoffer für Senioren

Um Seniorinnen und Senioren das Leben und Schaffen der Weißenfelser Schriftstellerin Hedwig Courths-Mahler vorzustellen, hat das Museum Weißenfels einen Lesekoffer mit Texten und historischen Ausstellungsstücken gepackt. (Bildquelle: Stadtarchiv Weißenfels)

Runter vom Schlossberg und rein in die Stadtgesellschaft – diesem Credo folgt das Team des Museums Weißenfels immer stärker. Ein Beispiel für die Umsetzung dieses neuen Zweiges der Museumsarbeit ist der Leserkoffer für Senioren. Einmal im Monat besucht Mitarbeiterin Ilonka Struve eine Senioreneinrichtung und stellt Texte von bekannten Schriftstellern aus Weißenfels und Umgebung vor. Im Gepäck dabei hat sie zudem Ausstellungsstücke aus dem Museum Weißenfels, welche die vorgestellten Geschichten anschaulich und greifbar machen. Interessierte können die Veranstaltung jetzt wieder zum Wunschtermin buchen. Zur Anmeldung und für weitere Informationen wenden sie sich an Ilonka Struve (03443 2390017 oder anmeldung@museum-weissenfels.de).

Einen Lesekoffer gibt es zum Beispiel über die Weißenfelser Autorin Hedwig Courths-Mahler. Diese hat mehr als 200 Liebesromane geschrieben, die bis heute in hoher Auflage vertrieben werden. Zwar werden ihre Bücher oft als Trivialliteratur abgetan, doch gemessen an den Verkaufszahlen gehört sie zu den erfolgreichsten deutschen Romanautorinnen. In kleinen lustigen Geschichten erzählt Ilonka Struve vom Leben der Autorin und stellt darüber hinaus Auszüge aus deren Werken vor. Mit Lockenstab und historischer Unterwäsche versetzt die Museumsmitarbeiterin die Teilnehmerinnen und Teilnehmer endgültig in längst vergangene Zeiten. Neben Hedwig Courths-Mahler gibt es auch Lesekoffer über Johann Beer, Johann Gottfried Seume und andere Schriftsteller.

Die museumspädagogische Arbeit richtet sich nicht nur an Kinder sondern an alle Altersklassen. Im Jahr 2017 nahmen von den etwa 16.000 Museumsbesucherinnen und -besuchern etwa 8.000 Gäste an den pädagogischen Sonderveranstaltungen teil. Das entspricht einem Anteil von 50 Prozent, den die Museumspädagoginnen mit ihren Angeboten sowohl im Weißenfelser Schloss als auch außerhalb der Saalestadt erreichten. Die Stärkung der museumspädagogischen Arbeit in den städtischen Museen in Weißenfels ist durch das Projekt „Kultur in Weißenfels“ möglich geworden sowie durch die Kassenkräfte, die seit Januar 2018 entfristet beschäftigt sind und die Veranstaltungen regelmäßig unterstützen. So konnte das Team unter anderem auf Veranstaltungen wie dem Aktionstag „gesund – na und?!“, dem Schlossfest, der Seniorenwoche und dem Kindertag seine Angebote vorstellen und für einen Besuch im Museum werben.

© Katharina Vokoun E-Mail

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