Weißenfels setzt ein starkes Zeichen: Internationaler Tag »Nein zu Gewalt an Frauen«
Die Stadt Weißenfels macht gemeinsam mit dem Frauenhaus und der Gleichstellungsbeauftragten am 25. November, dem Internationalen Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“, auf die anhaltende Problematik von Gewalt gegen Frauen aufmerksam. Die zentrale Veranstaltung beginnt um 17 Uhr an der Roten Bank vor dem Rathaus. Geplant sind die Fahnenhissung sowie Redebeiträge des Oberbürgermeisters, der Vertreterinnen des Frauenhauses und der Gleichstellungsbeauftragten.
Gewalt gegen Frauen stellt weltweit eine gravierende Menschenrechtsverletzung dar. Statistisch erlebt rund ein Drittel aller Frauen im Laufe ihres Lebens körperliche oder sexualisierte Gewalt. In Deutschland wurden im Jahr 2023 über 180.000 Frauen als Opfer häuslicher Gewalt registriert, was nahezu 500 Fällen pro Tag entspricht. Zudem wird nahezu täglich eine Frau durch ihren Partner oder Ex-Partner getötet. International wird etwa alle zehn Minuten ein vergleichbarer Fall dokumentiert.
Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter – und kommt überall vor. Häusliche Gewalt ist die häufigste Form und bleibt oft im Verborgenen. In der Öffentlichkeit und am Arbeitsplatz erleben Frauen Belästigung, Diskriminierung und subtile Machtstrukturen. Psychische und emotionale Gewalt wie Abwertung, Kontrolle oder Isolation sind häufig unsichtbar, wirken jedoch tief verletzend. Ebenso zählt wirtschaftliche Gewalt dazu, bei der finanzielle Abhängigkeit gezielt ausgenutzt wird.
Mit der Aktion in Weißenfels soll verdeutlicht werden, dass Gewalt nicht als private Angelegenheit betrachtet werden darf. Die Stadt ruft die Bevölkerung dazu auf, hinzuschauen, Unterstützung anzubieten und ein klares Signal gegen jede Form von Gewalt zu setzen.