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14. Corona-Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt

Die Landesregierung Sachsen-Anhalt hat angesichts des rückläufigen Infektionsgeschehens die Corona-Beschränkungen in Sachsen-Anhalt weiter gelockert und dazu die 14. Eindämmungsverordnung beschlossen, die ab 17. Juni 2021 in Kraft treten soll. Die neue Eindämmungsverordnung gilt bis 14. Juli 2021. Sollte die 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt den Wert von 35 übersteigen, müssen vor Ort allerdings wieder effektive Schutzmaßnahmen ergriffen werden.

Die zentralen Lockerungen:
Geimpfte und Genesene
Für vollständig geimpfte und genesene Personen gelten die Personenbegrenzungen, mit Ausnahme der flächenbezogenen Zugangsbeschränkungen, weiterhin nicht.

Kontaktbeschränkung
Bisher durften sich maximal zehn Personen treffen. Diese Kontaktbeschränkung wird aufgehoben. Sie wird durch die Empfehlung ersetzt, größere Ansammlungen möglichst zu vermeiden und sich möglichst mit einem konstanten Personenkreis und vorzugsweise im Freien zu treffen.

Testpflicht bei Kindern und Jugendlichen
Von der Testpflicht ausgenommen werden nicht mehr nur Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres. Künftig entfällt die Testpflicht für Kinder und Jugendliche (bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres). Diese können damit zum Beispiel am Vereinssport in Sporthallen ohne Testung teilnehmen. Da Schülerinnen und Schüler weiterhin regelmäßig zwei Mal wöchentlich in der Schule getestet werden, sei dies im Freizeitbereich nicht zusätzlich notwendig, so Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne. Bei Wettkämpfen bleibt es bei der Testpflicht, da auch Teilnehmer aus Regionen mit höherer Inzidenz dabei sein können. In Ferienlagern und Ferienfreizeiten genügt eine Testung zu Beginn des Aufenthaltes.

Schulen und Kitas
Die Maskenpflicht fällt im Unterricht und auf den Schulhöfen weg. Nur auf den Fluren muss noch ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Die zwei Tests pro Woche bleiben.

Maskenpflicht
Im ÖPNV kann an Stelle einer FFP2-Maske wieder ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz (beispielsweise eine OP-Maske) getragen werden.

Private Feierlichkeiten, Veranstaltungen
Im privaten Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis soll mit 50 Personen gefeiert werden können, ohne dass ein negatives Testergebnis vorausgesetzt wird. Bei einer höheren Personenzahl bedarf es einer professionellen Organisation. Professionell organisierte Veranstaltungen und Feiern sollen im Freien mit bis zu 1.000 Personen und in geschlossenen Räumen mit 500 Personen erlaubt sein. Hier werden ein Hygienekonzept und ein negatives Testergebnis vorausgesetzt.

Große Veranstaltungen und Gastronomie
In Innenräumen sind maximal 500 Gäste, außen bis zu 1.000 Gäste erlaubt. Auf den Plätzen - etwa in Theatern oder Konzerthäusern - muss keine Maske getragen werden. Nötig bleibt dies aber in engen Bereichen, etwa beim Anstehen an der Kasse. Zunächst ist auch ein Negativtest weiterhin nötig - außer für vollständig Geimpfte und Genesene. Neu: Bleibt der Burgenlandkreis nach Start der Verordnung mindestens 10 Tage stabil unter einer Inzidenz von 35, entfällt die Testpflicht für alle Gaststätten, Theater, Konzerte, großen Veranstaltungen und für den Trainingsbetrieb. Dies gilt also frühestens ab 27. Juni 2021. Einzelheiten muss der Burgenlandkreis regeln. Ein Testverbot gibt es aber nicht. Häuser können Tests verlangen, wenn dies Teil ihres Konzepts ist.

Clubs und Diskotheken
Clubs und Diskotheken dürfen wieder öffnen - allerdings mit maximal 60 Prozent Auslastung. Da es hier meist sehr eng zugeht, bleibt die Testpflicht bestehen. Davon befreit sind Genesene und vollständig Geimpfte.

Zoos und Freizeitparks
Zoos und Freizeitparks dürfen wieder innen öffnen.

Freizeiteinrichtungen
Indoor-Spielplätze, Saunen etc. dürfen für Gäste mit einem negativen Testergebnis öffnen.

Hotels und Herbergen
Ein Test wird nur noch alle 72 Stunden verlangt. Das heißt für den Wochenendausflug: Ein Test bei Anreise reicht aus.

Sport
Der Sport außerhalb des Vereinssports wird nun auch wieder mit mehr als einer weiteren Person aus einem anderen Hausstand gestattet. Sportanlagen und Schwimmbäder dürfen unter Beachtung der Abstandsregeln öffnen (eine Person je 10 Quadratmeter). Bei Sportkursen, insbesondere in Fitness- und Sportstudios, genügt es auch, wenn durchgängig ein Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten wird. Für den Zutritt zu Sporthallen, Schwimmhallen, Fitnessstudios oder anderen geschlossenen Räumen sind weiterhin ein Test und ein Anwesenheitsnachweis erforderlich.

Außerschulische Bildungsangebote
Außerschulische Bildungsangebote sowie Angebote von öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen dürfen öffnen, wenn ein negatives Testergebnis vorgelegt wird, die Besucher eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und ein Anwesenheitsnachweis geführt wird. Bei einem Gruppenunterricht bis zu 10 Personen entfällt die Testpflicht. Finden Bildungsangebote an mehr als zwei Tagen in der Woche regelmäßig im festen Kursverbund statt, so genügt eine Testung zwei Mal pro Woche.

Kinder- und Jugendarbeit
Angebote der Kinder- und Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes sowie der Jugend- und Familienbildungsstätten dürfen für den Publikumsverkehr geöffnet werden, wenn die allgemeinen Hygieneregeln mit Ausnahme der Abstandsregelungen eingehalten werden und die Verantwortlichen einen Anwesenheitsnachweis führen.

Möglichkeit für die Landkreise und Kreisfreien Städte, Ausnahmen von der Testpflicht zuzulassen
Unterschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die Sieben-Tage-Inzidenz einen Wert von 35 an 10 aufeinander folgenden Tagen nach Inkrafttreten der 14. Eindämmungsverordnung kann ab dem Tag, der auf eine ortsübliche Bekanntgabe folgt, von der Testpflicht bei Kulturveranstaltungen, in der Innengastronomie und beim Trainingsbetrieb des organisierten Sports im geschlossenen Raum abgesehen werden. Dies gilt also frühestens ab 27. Juni 2021.

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14. Corona-Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt
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© Katharina Vokoun E-Mail

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