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Drei Bürgerinnen und Bürger erhalten Ehrennadel der Stadt Weißenfels

Die Weinkönigin von Saale-Unstrut Annemarie Triebe, Oberbürgermeister Robby Risch, Stadtratsvorsitzender Jörg Freiwald und die Burgwerbener Weinprinzessin Ann-Katrin Fischer (hinten, v.l.n.r.) gratulierten Lore Sprenger, Bärbel Schmuck und Michael Schwarze (vorn, v.l.n.r.) zur Auszeichnung mit der Ehrennadel der Stadt Weißenfels. ©Katharina Vokoun

Traditionell werden zum Weißenfelser Schlossfest Bürgerinnen und Bürger mit der Ehrennadel ausgezeichnet, die sich langjährig und ehrenamtlich um ihre Stadt verdient gemacht haben. Da die viertägige Feier in diesem Jahr auf den Marktplatz verlegt wurde, überreichten Oberbürgermeister Robby Risch und Stadtratsvorsitzender Jörg Freiwald zur Eröffnung des Weißenfelser Altstadtfestes am 26. August 2021 die Ehrennadel an Bärbel Schmuck, Michael Schwarze und Lore Sprenger.

Bärbel Schmuck wirkte über viele Jahrzehnte  als Lokalredakteurin der Mitteldeutschen Zeitung und berichtete über kulturelle Veranstaltungen, soziale Aspekte des städtischen Lebens und über Weißenfelser Persönlichkeiten. Seit ihrem Eintritt in den Ruhestand engagiert sie sich weiter ehrenamtlich im Bereich Kultur, bereichert und organisiert zahlreiche Veranstaltungen wie beispielsweise die Gartenträume im Parkhotel Güldene Berge, die KomMODE und den Handwerker- und Kunstmarkt zum St. Martinstag im Kloster St. Claren. Auch die Aktion „Sternpatenschaften“, welche im vergangenen Jahr für eine besinnliche Stimmung zur Adventszeit sorgte, geht auf ihre Initiative zurück.

Michael Schwarze gelangte als gebürtiger Eichsfelder nach der deutschen Wiedervereinigung beruflich nach Weißenfels und fand hier schnell eine Heimat. Sein Lebensmotto „Brückenbauen“ verwirklicht er in vielfältiger Weise. Im Ehrenamt wirkt er seit 22 Jahren als Vorsitzender des Fördervereins „Freunde des Weißenfelser Handballs e.V.“ Der  Verein, der im Jahr 1999 auf Initiative von Michael Schwarze gegründet wurde, trägt maßgeblich dazu bei, die reiche Sportgeschichte Weißenfels‘ aufzuarbeiten und den traditionsreichen Handballsport der Saalestadt im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. So ist beispielsweise die Namensgebung der Sporthalle Weißenfels-West, die nach der hiesigen Handballerin Inge Schanding benannt wurde, maßgeblich auf sein Wirken zurückzuführen. Ein zentraler Schwerpunkt der Vereinstätigkeit ist die Kinder- und Jugendarbeit. Zu deren Unterstützung organisiert Michael Schwarze zusammen mit vielen Mitstreitern regelmäßig Benefiz-Handballspiele mit Prominenten. Michael Schwarze engagiert sich zudem ehrenamtlich seit dem Jahr 2009 im „Mitteldeutschen Netzwerk für Gesundheit e.V.“, dessen Vorsitzender er ist. Auf seine Initiative hin wird durch das Netzwerk das Präventionsprojekt „Apfel-Latein“ für zehn Grundschulen in Mitteldeutschland durchgeführt. Ziel ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung im Gleichklang mit Natur und Regionalität. Außerdem fordert das Programm zu regelmäßiger Bewegung auf.

Lore Sprenger lebt im Weißenfelser Ortsteil Großkorbetha. Sie ist ehrenamtlich als Künstlerin tätig. Lore Sprenger studierte Berufspädagogik, Kunsterziehung und Kunstgeschichte und arbeitete danach an der Erweiterten Oberschule, wo sie Spezialklassen unterrichtete. Zunächst durch eine Krankheit, später aus persönlicher Leidenschaft verschrieb sie sich der keramischen Kleinplastik. Aber sie erweiterte stets ihr künstlerisches Tätigkeitsfeld. Neben Kleinplastiken entdeckte sie für sich die Malerei und gestaltete Holz. Auch literarisch ist Lore Sprenger tätig: Sie verfasste mehrere Artikel und Bücher. Bekannt ist ihr Roman „Die Ruhestörer vom Gottesacker“. Lore Sprenger gab über einen Zeitraum von zehn Jahren unbekannten Volks- und Nachwuchskünstlern in Ausstellungen auf den Fluren der ehemaligen Verwaltungsgemeinschaft eine Plattform. Es gelang ihr damit, Besucherinnen und Besuchern die Vielfalt der Kunst näher zu bringen. Auch jetzt im hohen Alter ist sie künstlerisch für ihre Mitmenschen tätig. So gestaltet sie zurzeit gemeinsam mit dem Ortschaftsrat Großkorbetha neue Glückwunschkarten, mit denen unter anderem Menschen zu Geburtstagen geehrt werden.

© Katharina Vokoun E-Mail

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