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Ein erfülltes Leben trotz unheilbarer Krankheit

Mut machen, soziale Isolation vermeiden und Informationen austauschen – das sind die Ziele der Parkinson-Selbsthilfegruppe Weißenfels. Den Welt-Parkinson-Tag am 11. April 2021 wollen die Mitglieder nutzen, um auf die immer noch unheilbare Krankheit aufmerksam zu machen und Verständnis für Erkrankte und deren Angehörige zu fördern.

„Die Diagnose Parkinson ist ein tiefer Einschnitt in die bisherige Lebensplanung. Bislang gibt es keine Heilung und auch keine Therapie, die die Erkrankung verhindert oder vollständig zum Stillstand bringt“, sagt die Leiterin der Weißenfelser Regionalgruppe Helga Arndt.

Parkinson ist eine langsam fortschreitende Krankheit. Ursache ist ein Mangel des Nervenbotenstoffs Dopamin, der für die Steuerung von körperlichen und geistigen Bewegungen benötigt wird. Typische Folgen sind sogenannte Tremor (Zittern der Hände, Arme und Beine) und Rigor (zunehmende Unbeweglichkeit, Steifheit und Haltungsinstabilität). Einige Symptome lassen sich gezielt behandeln, sodass viele Patienten noch Jahre ein weitgehend normales Leben führen können. „Trotzdem ist es schwer, die Krankheit allein zu bewältigen“, sagt Helga Arndt. Der Austausch in einer Selbsthilfegruppe kann da helfen.

Zu den Aktivitäten der 1990 gegründeten Parkinson-Selbsthilfegruppe Weißenfels gehören normalerweise Gruppengymnastik, kulturelle Veranstaltungen, Fachvorträge und Ausflüge. Durch die Einschränkungen während der Corona-Pandemie mussten die wöchentlichen Treffen zwar ausfallen, die Kontakte wurden aber weiterhin telefonisch aufrechterhalten. Sobald es die Situation zulässt, finden wieder jeden Dienstag Treffen in der Diakonischen Begegnungsstätte „Lutherpfarrhaus“ in der Gustav-Adolf-Straße 1 in Weißenfels statt. Auch Angehörige von Parkinsonerkrankten sind herzlich willkommen. Bis dahin können Interessierte mit Helga Arndt telefonisch Kontakt aufnehmen: 03443 804653.

© Katharina Vokoun E-Mail

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