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Herzog August ist zurück in Weißenfels

Kulturamtsleiter Robert Brückner, Museumsdirektor Martin Schmager und Oberbürgermeister Robby Risch (v.l.) nahmen die drei Ölporträts entgegen, die Restauratorin Sonja Friedmann von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg dem Schloss Neu-Augustusburg als Dauerleihgabe überreichte.

Knapp 200 Jahre standen sie fernab der Heimat in einem Kunstdepot der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und gerieten fast schon in Vergessenheit: Die lebensgroßen Staatsporträts von Herzog August und seinem Sohn Johann Adolph I. Zusammen mit einem Kinderbild der Prinzessin Katharina von Sachsen-Weißenfels aus dem Schloss Charlottenburg kehrten sie nun an ihren Entstehungsort nach Weißenfels zurück. Bis zum Aussterben der Herzogslinie Sachsen-Weißenfels gehörten die Gemälde zum gut 800 Werke umfassenden Kunstbestand des Schlosses Neu-Augustusburg und genau dort werden sie die kommenden Jahre wieder der Öffentlichkeit präsentiert. Im Thronsaal nahm Museumsdirektor Martin Schmager am Dienstag, 4. November, die Dauerleihgaben entgegen.

„Es war eine Überraschung, als die Gemälde im Zusammenhang mit der Sonderausstellung ‚Im Land der Palme‘ zum 400. Geburtstag Herzog Augusts zum Vorschein kamen. Eine alte Inventarliste belegt eindeutig, dass die Werke aus Weißenfels stammen. Da kam bei mir sofort der Wunsch auf, sie in ihre alte Heimat zurückzuholen“, erzählte Schmager. Mit dem Thronsaal war der perfekte Ausstellungsraum schnell gefunden. Hier hängt bereits ein Staatsporträt von Herzog Christian. „Dass mit August nun der Stammhalter der Herzogslinie wieder in diesem Saal vertreten ist, freut mich besonders“, sagte der Museumsdirektor und verriet, dass er bereits in Kontakt mit weiteren Museen steht, um die Serie von Staatsporträts zu vervollständigen.

Bevor die Ölgemälde nach Weißenfels transportiert werden konnten, standen aufwendige Restaurierungsarbeiten an, welche die Stadt Weißenfels mit Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt, der Kulturstiftung der Länder und der Stiftung Moritzburg Halle finanziert hat.

© Katharina Vokoun E-Mail

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