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Schmökerstunden in den Sommerferien

Bei der Abschluss-Party des Lesesommers XXL im Kulturhaus erhielten die Mädchen und Jungen ein Lesezertifikat von Oberbürgermeister Robby Risch. ©Katharina Vokoun

Mit einer großen Abschluss-Party im Kulturhaus beendete die Stadtbibliothek Weißenfels am 1. September 2021 den diesjährigen Lesesommer XXL. Insgesamt 54 Kinder hatten bei der Aktion während der Sommerferien mitgemacht. Zusammen hatten sie fast 150 Bücher gelesen. Und nicht nur das – auch Bewertungskarten zu der Sommerlektüre hatten die Mädchen und Jungen ausgefüllt. Für diese Leistung erhielten sie ein Lesezertifikat von Oberbürgermeister Robby Risch.

Besonders beliebt bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren in diesem Jahr Tier-Fantasy-Bücher wie beispielsweise „Animox“ und Comic-Romane wie „Dork Diaries“ oder „Mein Lotta-Leben“. Bei den Kids kam es zudem sehr gut an, dass die Bibliothekarinnen für den Lesesommer Gaming-Romane gekauft und damit den neusten Trend auf dem Büchermarkt aufgegriffen hatten. So waren die Bände der Minecraft-Reihe, deren Geschichten auf dem gleichnamigen Computerspiel basieren, oft ausgeliehen. Zur Favoritenliste der Kinder gehörten aber auch Pferde-Romane, Krimis sowie Bücher über Liebe und Freundschaft. „Respekt, dass ihr in den Ferien so viel gelesen habt“, sagte Oberbürgermeister Robby Risch bei der Abschluss-Party anerkennend. Er selbst lese auch gerne und wisse nur zu gut, wie fesselnd ein Buch sein kann. „Als damals die neuen Harry-Potter-Bücher rauskamen, habe ich mich mit meiner Frau darum gestritten, wer sie zuerst lesen darf. Wir waren so gespannt, wie die Geschichte weiter geht“, sagte das Stadtoberhaupt.

Damit den Kids der Lesestoff nicht ausgeht, hatte das Weißenfelser Bibliotheksteam die Sprachwissenschaftlerin Tina Kemnitz zur Abschluss-Party eingeladen. Diese liest immer und überall und kennt deshalb eine schier endlose Masse an neu erschienen Büchern. Für ihre Buchempfehlungsshow hatte sie sieben Kinder- und Jugendbücher im Gepäck, die nicht zum Mainstream gehören, aber es trotzdem eindeutig wert sind, gelesen zu werden. So stellte sie unter anderem das Buch „Irgendwo ist immer Süden“ von Autorin Marianne Kaurin vor. In der Geschichte geht es um Schülerin Ina, die ihre Sommerferien immer zuhause verbringen muss. Als ihre Klassenkameraden mal wieder von den anstehenden Urlauben schwärmen, rutscht ihr eine Lüge raus: Sie verreist Richtung Süden. Um das Lügengeflecht aufrecht zu erhalten, erlebt Ina in den Ferien mehr Abenteuer als ihr lieb ist.
Für Jugendliche hatte Tina Kemnitz das Buch „Erebos“ von Autorin Ursula Poznanski im Gepäck. Und das gleich in zweifacher Ausführung. Neben dem klassischen fast 500 Seiten starken Roman aus dem Jahr 2010 gibt es ab sofort nämlich auch eine Kurzversion im Taschenbuchformat für alle, die keine dicken Bücher mögen. Hinter dem Titel verbirgt sich ein geheimes Computerspiel. Wer es spielt, darf mit niemandem darüber reden und muss es immer alleine spielen. Wer Erebos startet, kommt nicht mehr davon los. Doch was am Bildschirm begann, geht plötzlich in die Wirklichkeit über, denn die Spieler sollen Aufgaben in ihrem alltäglichen Leben lösen.
Mit viel Wortwitz, kurzen Zusammenfassungen und ausdrucksstarken Vorleseeinlagen präsentierte Tina Kemnitz zudem die Bücher „Das Eismonster“, „Freischwimmen“, „Vor uns das Meer“ sowie die Comic-Romane „Die Insel der Verschollenen“ und „Hexen hexen“. Alle Titel können ab sofort in der Stadtbibliothek Weißenfels ausgeliehen werden.

Der Lesesommer XXL ist eine Aktion der öffentlichen Bibliotheken und der Fachstelle für öffentliche Bibliotheken in Sachsen-Anhalt. Die Stadtbibliothek Weißenfels beteiligte sich in diesem Jahr zum 12. Mal an der Veranstaltung und hatte für die siebenwöchige Aktion etwa 100 neue Bücher eingekauft. Die exklusiven Lesesommer-Bücher konnten auch dank der Fördermittel des Kultusministeriums des Landes Sachsen-Anhalt bereitgestellt werden. Ziel der landesweiten Leseförderaktion ist es, bei Kindern und Jugendlichen Leselust zu wecken.

© Katharina Vokoun E-Mail

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