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Städtepartnerschaft: Die gelebte Deutsche Einheit

Dietmar Allgaier (Mitte), erster Bürgermeister der Stadt Kornwestheim, trug sich anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft zu Weißenfels in das Ehrenbuch der Saalestadt ein. Oberbürgermeister Robby Risch (l.) und Stadtratsvorsitzender Jörg Freiwald lobten die vielfältigen Kontakte, die in den vergangenen Jahrzehnten zwischen den Partnerstädten entstanden sind.

Mit einem großen Festakt feierten die Weißenfelser am Samstag, 3. Oktober 2015, das 25-jährige Jubiläum der Deutschen Einheit. Im Mittelpunkt stand dabei die Städtepartnerschaft mit Kornwestheim, die mittlerweile ebenfalls seit 25 Jahren besteht. Die freundschaftlichen Beziehungen sind ein Spiegel des Zusammenwachsens von Ost und West in den vergangenen Jahrzehnten. Als Höhepunkt der Feierstunde hat sich deshalb Kornwestheims Erster Bürgermeister Dietmar Allgaier stellvertretend für die Stadt in das Weißenfelser Ehrenbuch eingetragen.

„Die Idee, sich über die Städtepartnerschaft gegenseitig kennen- und verstehen zu lernen, ist uns geglückt“, sagte Allgaier, der wegen eines Trauerfalls Oberbürgermeisterin Ursula Keck vertrat. Bereits 1984 hätten die Kornwestheimer Stadträte den Vorschlag gemacht, freundschaftliche Beziehungen zu einer Stadt in der DDR aufzunehmen. Der Wunschkandidat stand mit Weißenfels schnell fest, schließlich gab es durch die Schuhindustrie beider Städte bereits geschäftliche Verbindungen. Im Februar 1990 unterschrieben die damaligen Bürgermeister Klaus Stephan (Weißenfels) und Ernst Fischer (Kornwestheim) die Partnerschaftsurkunde. „Dank der Deutschen Wiedervereinigung konnte die Partnerschaft mit Leben gefüllt werden“, so Allgaier. Schwerpunkte seien bis heute Kultur, Sport und Jugendarbeit. Anlässlich des Partnerschaftsjubiläums überreichte er ein Gemälde des Malers Manfred Henninger mit einer Abbildung des Kornwestheimer Rathauses an Oberbürgermeister Robby Risch.

Neben Dietmar Allgaier war aus Kornwestheim eine große Delegation bestehend aus Stadträten, Schülern, Lehrern und dem städtischen Orchester vor Ort. Auch Vertreter der slowakischen Partnerstadt Komárno, darunter der Bürgermeister Imre Knirps, nahmen an der Feier zur Deutschen Einheit teil. Die Gäste erwartete darüber hinaus ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm. Unter anderem nahmen sie am Festkonzert des Heinrich-Schütz-Musikfestes und am Oktoberfest teil, besichtigten das ehemalige Stasigefängnis „Roter Ochse“ in Halle und besuchten den Weißenfelser Bismarckturmverein, der die Besucher stolz durch das frisch sanierte Denkmal führte. Die 40 Musiker des Kornwestheimer Orchesters zeigten ihr Können sowohl beim Festakt im Kulturhaus als auch beim Volksfest auf den Badanlagen.

Ein Teil der Kornwestheimer Delegation nahm die Jubiläumsfeier außerdem zum Anlass, um die 530 Kilometer lange Strecke von Baden-Württemberg bis Sachsen-Anhalt mit dem Fahrrad zurückzulegen. Die Radfahrer waren fünf Tage unterwegs und überwanden dabei insgesamt knapp 5.000 Höhenmeter. Oberbürgermeister Robby Risch, Kulturamtsleiter Robert Brückner und einige Schüler des Goethegymnasiums begleiten sie auf der letzten Etappe von Jena nach Weißenfels. Empfangen wurden die Sportler in Leißling von einer Gruppe aus Schülern, Lehrern, Stadträten und Vertretern der Saalestadt.

© Katharina Vokoun E-Mail

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