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Datum: 02.12.2025

Schwarzwild Fluch oder Segen?

Der Weißenfelser Stadtjäger Armin Deubel stellt eine Zunahme der Bestände an Schwarzwild in Weißenfels und Umgebung fest. Entsprechend groß sei derzeit das Angebot an Wildfleisch. „Für diejenigen, die an den Festtagen gern Wildbret auf dem Teller haben, ist das ein leckerer Segen“, sagt Armin Deubel und weist darauf hin, dass Jägerinnen und Jäger viele Stunden ihrer Freizeit für diesen Festschmaus investieren. Ansitz- und Drückjagd seien sehr zeitintensiv. Weitere Investitionen kommen hinzu wie beispielsweise die Jagdpacht, die Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft, die Versicherung, der Jagdhund, Sprit und Patronen. Auch das Aufstellen und Ausbessern von Ansitzen gehöre zur Arbeit.

Ein Fluch sei die zunehmende Schwarzwildpopulation für die Landwirtinnen und Landwirte. „Die Landwirtschaft und die Jagd sind ein rechter und ein linker Schuh, die miteinander passen müssen“, sagt Armin Deubel, denn er und seine Kolleginnen und Kollegen zeigen das ganze Jahr über vollen Einsatz, um die Ernten auf den Äckern vor Wildschäden zu schützen. Der Jahreswechsel sei eine gute Zeit, um sich die Hand zu reichen und Danke zu sagen.

Armin Deubel weist auch auf die Gefahren hin, die vom Schwarzwild ausgehen können. Im Interesse der eigenen Sicherheit sollten Bürgerinnen und Bürger in den Abendstunden Wald und Feldwege möglichst meiden. Auch auf Spaziergänge mit dem Hund sollte im Dunkeln verzichtet werden. „Das Schwarzwild ist in den Abend- und Nachtstunden sehr aktiv und beim Zusammentreffen kann es zu gefährlichen Situationen kommen“, sagt der Stadtjäger.