Radverkehrskonzept der Stadt Weißenfels
Die Förderung des Umweltverbundes ist ein wesentlicher Baustein zur langfristigen und nachhaltigen Reduzierung der durch den Kfz-Verkehr erzeugten negativen Externalitäten, wie Unfälle, Lärm- und Luftverschmutzung, Ressourcen- und Flächenverbrauch. Insbesondere der Radverkehr nimmt dabei eine wichtige und zukünftig weiterwachsende Bedeutung ein. Zur koordinierten und strategischen Förderung des Radverkehrs hatte die Stadt Weißenfels die Erarbeitung eines Radverkehrskonzeptes ausgeschrieben.
Das vorliegende Radverkehrskonzept für die Stadt Weißenfels wurde zwischen Dezember 2023 und Juli 2025 erarbeitet und am 4. September 2025 beschlossen. Es dient als Leitfaden, um eine strukturierte und koordinierte Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur zu ermöglichen.
Als übergreifende Ziele der Entwicklung des Radverkehrs verfolgt die Stadt Weißenfels die nachfolgend benannten Punkte:
- Verbesserung der Sicherheit und des Komforts für Radfahrende
- Erleichterung der Erreichbarkeit
- Festigung des radtouristischen Marktes
- Verknüpfung mit Bus und Bahn
Zentrale Punkte bei der Umsetzung des Konzeptes sind:
- Prioritäre Realisierung von Hauptverbindungen für den Radverkehr
- Verbesserung der Erreichbarkeit der Innenstadt
- Verknüpfung der Ortschaften zur Kernstadt und untereinander
- Ausbau geeigneter Radabstellmöglichkeiten
- Sensibilisierung beim Thema Radverkehr insbesondere für Kinder
Das vorliegende Radverkehrskonzept dient der strategischen Ausrichtung zur Umsetzung dieser Ziele. Mit dem Konzept soll der mittel- bis langfristig angestrebte Zustand der Komponenten des Systems Radverkehr (Infrastruktur, Service, Öffentlichkeitsarbeit) abgestimmt und festgelegt und damit eine Grundlage für den zielgerichteten Einsatz finanzieller Mittel bereitgestellt werden. Ein Schwerpunkt ist dabei die Infrastruktur. Die Maßnahmen der verschiedenen Baulastträger, insbesondere der Stadt, des Landkreises und des Landes Sachsen-Anhalt, sollen zu durchgängig nutzbaren Angeboten führen. Das Radverkehrskonzept soll daher gleichermaßen für die vorgenannten Baulastträger als strategische Grundlage zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur dienen.
Die Stadt Weißenfels hat im Jahr 2023 die Erarbeitung eines Radverkehrskonzepts ausgeschrieben, dass von der ISUP GmbH aus Dresden erstellt wurde. Dieses Konzept wurde mit Unterstützung der „Richtlinie zur Förderung einer nachhaltigen, multimodalen Mobilität in den Städten und ihrem Pendlerraum“ finanziert. 90 % der Kosten wurden durch Mittel der Europäischen Union und des Landes Sachsen-Anhalt gedeckt, während die verbleibenden 10 % aus den Haushaltmitteln finanziert wurden. Die Erarbeitung des Konzepts fand zwischen Dezember 2023 und August 2025 statt.