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Papierkörbe für die Weißenfelser Neustadt

Neustadtpark

Was lange währt, wird endlich gut. In der Weißenfelser Neustadt wurden Anfang November 2021 zehn Papierkörbe aufgestellt. Bereits Anfang August 2021 hatte der städtische Bauhof die Papierkörbe bestellt. Aufgrund von Lieferschwierigkeiten verzögerte sich jedoch die Umsetzung des Vorhabens. Acht Papierkörbe haben Arbeiter an den Beleuchtungsmasten entlang der Merseburger Straße zwischen Kulturhaus und Neustadtpark angebracht. Weitere Papierkörbe wurden am Märchenbrunnen und am Überweg zur Tagewerbener Straße aufgestellt.

Neben den Papierkörben hatte die Stadt Weißenfels auch 15 Fahrradständer für die Neustadt bestellt. Diese werden ab 12. November 2021 am Kulturhaus, an der Laurentiuskirche, am Märchenbrunnen und am Neustadtbüro aufgestellt. Zudem werden Arbeiter am Fußweg neben dem Lidl-Supermarkt Umlaufsperren errichten, um zu verhindern, dass Autos diesen Weg als Abkürzung zwischen Merseburger Straße und Tagewerbener Straße nutzen.

Die neuen Fahrradständer und Papierkörbe sind ein Ergebnis aus dem Open-Air-Dialog, der am 25. Juni 2021 vor dem Neustadtbüro stattfand. Im Anschluss an die Veranstaltung hatten sich interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der städtischen Gleichstellungsbeauftragten Katja Henze zu einem Rundgang durch die Neustadt verabredet, bei dem sie Ende Juli 2021 geeignete Standorte für die Fahrradständer und Papierkörbe festlegten. Der Anteil an Fußgängern und Fahrradfahrern ist in der Neustadt im Vergleich zu anderen Weißenfelser Stadtvierteln sehr hoch. Die zusätzlichen Papierkörbe sollen es den Fußgängern erleichtern, ihren Müll ordnungsgemäß zu entsorgen. Mit den Fahrradständern wird dem Blockieren von Fußwegen durch wild abgestellte Fahrräder entgegengewirkt.

DIGITALE SCHATZSUCHE IN DER NEUSTADT

Actionbound_Neustadtpark

Die Neustadt spielerisch digital entdecken – möglich macht’s die App Actionbound. Die App kann ab sofort kostenlos im App-Store von Apple und im Play-Store von Google heruntergeladen werden. Dann nach dem Spiel „Neustadtpark 2021“ suchen und los geht die digitale Schatzsuche.

Mitarbeiterinnen des Neustadtbüros der Stadt Weißenfels haben gemeinsam mit der Volkshochschule Burgenlandkreis das Spiel entwickelt. Darin nimmt ein neugieriges, abenteuerlustiges Mädchen die Spielerinnen und Spieler mit auf eine Suche nach geheimen Orten in der Neustadt.

Die Begeisterung für digitale Medien verbindet junge Menschen weltweit. Sprachbarrieren können überwunden und Orte erlebbar gemacht werden. Ziele, die Katja Henze, Leiterin des Bereiches Gleichstellung und Integration bei der Stadt Weißenfels, gemeinsam mit ihrem Team vom Neustadtbüro erreichen will: „Wir wünschen uns, dass Kinder und Familien ihren Stadtteil neu entdecken und gemeinsam mit uns eigene digitale Abenteuer erstellen.“ Die Erfahrungen und Anregungen der Nutzer sollen in weiteren digitalen Spielen eingebunden werden. Im Museum Weißenfels, im Heinrich-Schütz-Haus und in der Novalis-Gedenkstätte werden demnächst ebenso digitale Schnitzeljagden, sogenannte Bounds, zur Verfügung stehen. 

Abfallschulung in der Neustadt

Abfallschulung_Neustadt_02

Das Thema Ordnung und Sicherheit erregt immer wieder die Gemüter. Aufgrund regelmäßiger Beschwerden über die Sauberkeit in der Neustadt hat die Weißenfelser Landtagsabgeordnete Elke Simon-Kuch in Kooperation mit der Stadt Weißenfels, der Abfallwirtschaft Sachsen-Anhalt Süd – AöR (AW SAS - AöR) und der Firma Tönnies die Initiative ergriffen und eine Schulung organisiert, um über den Umgang mit Abfall zu informieren und zu sensibilisieren. Mehr als 70 Personen nahmen an der Abfallschulung am 9. Oktober 2021 teil.

Vor allem das Wohngebiet am Kornwestheimer Ring steht im Fokus der Kritiker, die den Bewohnern vorwerfen, die Neustadt zu vermüllen und bei der Entsorgung auch nicht auf die richtige Mülltrennung zu achten. „Wir nehmen diese Anschuldigungen immer wieder wahr. All unsere sowie externe Kontrollen belegen allerdings, dass diese Probleme bei den Adressen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eben nicht besteht“, erläutert Heino Dallmann von der Tönnies Immobilien Services GmbH in Weißenfels. „Wir haben uns diesem Thema schon vor lange Zeit angenommen, und das mit Erfolg“, fügt er hinzu. Um diesen Status zu erhalten, führt die Immobilien-Tochter, die zur Tönnies-Unternehmensgruppe gehört, regelmäßige Kontrollen aber auch Schulungen durch. 

Die Mitarbeiterinnen der AWSAS AöR Frau Stehfest und Frau Hahne führten an praktischen Beispielen die Abfalltrennung vor und gaben Tipps rund um den Umgang mit Müll und der Handhabung des Sperrmülls. Aus den Reihen der Besucherinnen und Besucher kamen etliche Fragen zu konkreten Anwendungen, die mit Beispielen beantwortet werden konnten. „Die rege Teilnahme und das große Interesse haben mir gezeigt, dass es wichtig ist, gemeinsam Aufklärungsarbeit zu leisten. Besonders Menschen, deren Deutschkenntnisse noch nicht ausreichend sind, müssen an die Hand genommen werden, um eine Integration in unsere Gesellschaft, mit allen Rechten und Pflichten, zu ermöglichen“, unterstrich Elke Simon-Kuch nach der Schulung. „Sauberkeit und Ordnung beschäftigen uns in der Kommunalpolitik wie auf Landesebene. Sie sind ein wichtiger Wohlfühl-Faktor.“ Wer beides erreichen wolle, müsse die Bürgerinnen und Bürger mitnehmen und gute Rahmenbedingungen, wie beispielsweise Informationsmöglichkeiten, gesamtgesellschaftliches Bewusstsein und eine gute Ausstattung von Ordnungsbehörden schaffen.

Im Anschluss ging es praktisch weiter. Ausgestattet mit Handschuhen und Müllsäcken, die die Stadt Weißenfels mitgebracht hatte, sammelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam Müll am Kornwestheimer Ring. Schnell füllten sich die Säcke und es gab regen Austausch unter den Teilnehmern zu ihren Erfahrungen. Alle Beteiligten waren sich einig, dass diese Aktion Vorbildcharakter auch für andere Wohngebiete hat.

Die Firma Tönnies begleitete das Vorhaben mit Dolmetschern, um die Vermittlung der Inhalte der Schulung zu erleichtern. „Für uns war und ist das keine Einmalaktion, sondern gelebte Praxis. Die Umsetzung dieses Themas kann nur gelingen, wenn alle Akteure kooperativ zusammenarbeiten“, sagte Heino Dallmann. Er ist verantwortlich für die Unterbringung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Tönnies.  „Unsere und externe Kontrollen haben gezeigt, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht das Müllproblem in der Siedlung verursachen. Dennoch werden wir diese Schulungen weiterhin in regelmäßigen Abständen durchführen und unsere Mitarbeiter unterstützen“, so Heino Dallmann weiter. „Unser gemeinsames Ziel ist mehr Ordnung und Sauberkeit und damit ein besseres Image der Stadt“, verdeutlichten Simon-Kuch und Dallmann unisono.

Maik Trauer, Leiter des Fachbereiches Bürgerdienste, und Katja Henze, Leiterin des Bereichs Gleichstellung und Integration der Stadt Weißenfels, Iwona Kischel vom Neustadtbüro, die Vertreter der AW SAS - AöR und Heino Dallmann vom Tönnies Zerlegebetrieb sowie Elke Simon-Kuch vereinbarten, solche Aktivitäten regelmäßig durchzuführen. Ein Ziel soll es dabei sein, die Bevölkerung im gesamten Stadtgebiet einzubeziehen. Darüber hinaus soll der jährliche Herbst- und Frühjahrsputz reaktiviert werden. „Ich freue mich, dass die Initiative auf große Resonanz gestoßen ist und dass alle an einem Strang gezogen haben. Ein großes Dankeschön an die Firma Tönnies, die Stadt Weißenfels und die AW SAS - AöR für die unkomplizierte Zusammenarbeit“, bedankt sich die Landtagsabgeordnete bei den Beteiligten.

(Text: Elke Simon-Kuch)

Neue Fahrradständer und Papierkörbe

Kulturhaus_Nacht

Die Stadt Weißenfels hat 15 Fahrradständer und 10 Papierkörbe für die Weißenfelser Neustadt bestellt. Sobald die Lieferung da ist, werden die Fahrradständer am Kulturhaus, an der Laurentiuskirche, am Märchenbrunnen und am Neustadtbüro aufgestellt. Die zusätzlichen Papierkörbe bringen Arbeiter an den Beleuchtungsmasten entlang der Merseburger Straße an.  

Die neuen Fahrradständer und Papierkörbe werden ein erstes Ergebnis aus dem Open-Air-Dialog sein, der am 25. Juni 2021 vor dem Neustadtbüro stattfand. Im Rahmen der Veranstaltung hatten sich interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der städtischen Gleichstellungsbeauftragten Katja Henze zu einem Rundgang durch die Neustadt verabredet, bei dem sie Ende Juli 2021 geeignete Standorte für die Fahrradständer und Papierkörbe festlegten. Der Anteil an Fußgängern und Fahrradfahrern ist in der Neustadt im Vergleich zu anderen Weißenfelser Stadtvierteln sehr hoch. Die zusätzlichen Papierkörbe sollen es den Fußgängern erleichtern, ihren Müll ordnungsgemäß zu entsorgen. Mit den Fahrradständern wird dem Blockieren von Fußwegen durch wild abgestellte Fahrräder entgegengewirkt.

Open-Air Dialog

Open-Air-Dialog_Neustadt

Das Leben im eigenen Stadtviertel mitgestalten. Darum ging es am 25. Juni 2021 beim Open-Air-Dialog am Neustadtbüro. Vor Ort kamen Interessierte mit den Verantwortlichen der Stadt Weißenfels und des Burgenlandkreises ins Gespräch. In lockerer Atmosphäre wurden zunächst erste Ideen zur Gestaltung der Nachbarschaft vorgestellt. Im Anschluss sprachen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über eigene Vorstellungen zur Entwicklung der Neustadt. Was braucht das größte Weißenfelser Stadtviertel? Wie können vor Ort die Lebensbedingungen verbessert werden? Wie lässt sich eine Gemeinschaft schaffen?

Der Open-Air-Dialog am Neustadtbüro war eine Fortführung der Umfrage zur Weißenfelser Neustadt, die von Mitte Januar bis Ende März 2021 durchgeführt wurde. Mehr als 1.040 Personen hatten sich an der Befragung beteiligt. Dabei hatten sich Themen herauskristallisiert, die für die Bürgerinnen und Bürger wichtig sind. Der Bürgerdialog bot die Möglichkeit, diese und weitere Aufgabenfelder konkret zu besprechen.

Einen Rückblick mit allen Ergebnissen des Open-Air-Dialogs finden sie im unten stehenden Dokument.

ERGEBNISSE DER UMFRAGE ZUR NEUSTADT

Neustadt_Neumarkt_Wohnblock

Lebt es sich gut in Weißenfels? Welche Angebote machen die Stadt lebenswert und welche wären in Zukunft noch wünschenswert? Bürgerinnen und Bürger konnten von Januar bis Ende März 2021 ihre Meinung und Ideen in einer Umfrage mitteilen. Den digitalen Fragebogen hatten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Burgenlandkreises und des Neustadtbüros der Stadt Weißenfels erstellt. Unterstützt wurde das Projekt durch das Förderprogramm „Land.Zuhause.Zukunft – Integration und Teilhabe von Neuzuwanderern in ländlichen Räumen“ der Robert Bosch Stiftung. Das Team wollte herausfinden, ob und inwieweit die bereits bestehenden Beratungsmöglichkeiten in Weißenfels in Anspruch genommen werden. Mithilfe der Ergebnisse sollen die Beratungs- und Unterstützungsangebote bedarfsorientiert verbessert werden.

Alle Ergebnisse der Umfrage finden Sie im unten stehenden Dokument.

Fashion-Statement: Neustadt-Shirt sichern

Neustadt Shirt

Das Gloria und das große Hochhaus sind die prägenden Gebäude in der Neustadt. Sie zieren deshalb die Neustadt-Shirts, die der Kinder-, Jugend- und Familientreff „Die Brücke“ entworfen hat. Die Schriftzüge „Neustadt“ oder „Neustadtkind“ vollenden den Aufdruck. Für die Produktion der Shirts kommt die Siebdruckmaschine der Stadt Weißenfels zum Einsatz. Wer seine Verbundenheit zur Neustadt zum Ausdruck bringen möchte und Interesse an einem Shirt hat, meldet sich bei den Brücke-Mitarbeitern (Telefon: 03443 3381949, E-Mail: mario.kabisch-boehme@caritas-naumburg-zeitz.de ).

Spiel und Spaß für alle

Der Weißenfelser Neustadtpark erhält im Jahr 2022 einen Inklusionsspielplatz. Die Spielgeräte sind rollstuhlgerecht und können von allen genutzt werden – unabhängig vom Alter und den individuellen Fähigkeiten. Die Stadt Weißenfels hat sich mit dem Projekt erfolgreich um Fördergelder aus dem LEADER-Programm (ELER) beworben. Der Vorsitzende der Leadergruppe „Montanregion Sachsen Anhalt Süd“ Andy Hauk überreichte am 29. November 2021 einen Fördermittelbescheid in Höhe von etwa 79.000 Euro an Oberbürgermeister Robby Risch. Die Gesamtkosten für den Inklusionsspielplatz schätzt die Stadt auf etwa 100.000 Euro. Vor Ort waren auch die Landtagsabgeordneten Elke Simon-Kuch und Rüdiger Erben.

„Seit mehr als drei Jahren suchen wir nach Finanzierungsmöglichkeiten für einen Inklusionsspielplatz im Neustadtpark. Das es nun klappt, ist großartig“, sagte Oberbürgermeister Robby Risch. „Wir schaffen vor Ort mehr Aufenthaltsqualität aber auch eine Möglichkeit, um sich zu treffen, sich zu bewegen und etwas zu erleben“, sagte das Stadtoberhaupt. Geplant sind unter anderem eine rollstuhlgeeignete Nestschaukel, ein barrierefreies Karussell, ein Rutschturm und eine Federwippe mit zwei Sitzen. Auf diese Weise können auch hilfebedürftige Menschen mit Begleitpersonen teilhaben. Der Spielplatz entsteht auf einer 450 Quadratmeter großen Fläche neben der Skateranlage.

Robby Risch kündigte an, dass in der Verwaltung derzeit geprüft wird, ob der Spielplatz um eine Outdoor-Fitnessanlage erweitert werden kann. Denkbar wäre demnach beispielsweise ein so genannter Calisthenics-Spielplatz, auf dem Menschen jeden Alters Sport mit dem eigenen Körpergewicht machen können. Ziel sei es zudem, die Bürgerinnen und Bürger in die konkrete Gestaltung des Areals mit einzubeziehen.