Jahresrückblick 2025 der Freiwilligen Feuerwehr Weißenfels
Die Freiwillige Feuerwehr Weißenfels schaut auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurück. Beim Brandschutz und den technischen Hilfeleistungen galt es, zahlreiche Herausforderungen zu meistern. Für die Leistungsfähigkeit der Weißenfelser Feuerwehren und damit für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger konnten wichtige Entwicklungen umgesetzt werden.
Mit 857 Alarmierungen war das Einsatzgeschehen erneut auf einem hohen Niveau (ein Plus von knapp fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Die hohe Zahl an Alarmierungen zeigt deutlich die Bedeutung einer gut ausgebildeten und jederzeit einsatzbereiten Feuerwehr. Die personelle Stärke der Feuerwehr Weißenfels bildet hier weiterhin die Grundlage für eine zuverlässige Gefahrenabwehr in der Kernstadt und den Ortsteilen. Zum Jahresende 2025 zählte die Feuerwehr insgesamt 609 Mitglieder. Davon stehen 335 Mitglieder als aktive Einsatzkräfte für den Dienst zur Verfügung. Innerhalb dieser Gruppe leisten 17 hauptamtliche Einsatzkräfte ihren Dienst auf der Feuerwache in Weißenfels und sichern die tägliche Einsatzbereitschaft ab. Die Zusammenarbeit zwischen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Kräften bildet weiterhin eine wichtige Grundlage für eine verlässliche Gefahrenabwehr in Weißenfels. Das Engagement der ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden ist dabei von unschätzbarem Wert. Für eine stets stabile Personalsituation sorgen zahlreiche Kinderfeuerwehrwarte, Jugendfeuerwehrwarte und Betreuer für die Ausbildung von 144 Mitgliedern in den Kinder- und Jugendfeuerwehren.
Ein besonderer Schwerpunkt lag im Jahr 2025 – wie bereits in den Vorjahren – auf der weiteren Modernisierung der Einsatztechnik. Mit der Indienststellung von drei neuen Einsatzfahrzeugen konnte die technische Ausstattung der Weißenfelser Feuerwehren weiter verbessert werden. Es handelt sich um einen Gerätewagen-Gefahrgut für die Ortsfeuerwehr Weißenfels (gefördert durch das Land Sachsen- Anhalt mit 300.000 Euro), einen Gerätewagen Wasserrettung/ Einsatzstellenhygiene/ Atemschutz für die Ortsfeuerwehr Weißenfels und ein Löschgruppenfahrzeug 20 – Katastrophenschutz für die Ortsfeuerwehr Langendorf (gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt mit 170.000 Euro). Der Gesamtwert der drei Einsatzfahrzeuge liegt bei etwa 1,45 Millionen Euro.
Darüber hinaus wurden im Jahr 2025 in den Ortsfeuerwehren Langendorf, Großkorbetha und Leißling Abgasabsauganlagen in den Fahrzeughallen installiert. Die Investitionskosten betrugen 325.000 Euro.
Weiterhin wurden zahlreiche Bauvorhaben geplant und auf den Weg gebracht, welche ab dem Jahr 2026 umgesetzt werden. Dazu gehören das Aufstellen von Containern für die Sozialräume der Ortsfeuerwehr Markwerben (etwa 180.000 Euro), der Anbau und Umbau des Gerätehauses der Ortsfeuerwehr Tagewerben (2,6 Millionen Euro, Förderung Land Sachsen-Anhalt 215.000 Euro), der Umbau des Gerätehauses der Ortsfeuerwehr Reichardtswerben (inklusive Arbeiten im Dorfgemeinschaftshaus Gesamtkosten von etwa 1,3 Millionen Euro) und der Anbau der Fahrzeughalle der Ortsfeuerwehr Burgwerben (inklusive Abriss des alten, statisch instabilen Gerätehauses Gesamtkosten von etwa 435.000 Euro).
Im Jahr 2026 soll zudem ein Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser für 300.000 Euro für die Ortsfeuerwehr Burgwerben gekauft werden. Das Vorhaben wird durch das Land Sachsen-Anhalt gefördert mit 150.000 Euro. Im Jahr 2027 ist der Kauf eines Tanklöschfahrzeugs Vegetationsbrandbekämpfung für die Ortsfeuerwehr Großkorbetha geplant. Das Fahrzeug, das 6.000 Liter Löschwasser transportieren kann, kostet etwa 550.000 Euro. Das Land Sachsen-Anhalt steuert hierfür 175.000 Euro bei. Darüber hinaus soll für etwa 700.000 Euro ein Löschgruppenfahrzeug für die Ortsfeuerwehr Weißenfels gekauft werden. Auch dieses Vorhaben unterstützt das Land Sachsen-Anhalt und fördert die Investition mit 180.000 Euro. Dringend benötigt werden auch neue Rollcontainer für die Vegetationsbrandbekämpfung und für den Atemschutz. Die Gesamtkosten in Höhe von etwa 330.000 Euro fördert das Land Sachsen-Anhalt durch eine finanzielle Unterstützung von 280.000 Euro.